Friedhof

Der Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur

Der Evangelische Friedhof liegt zentral im Stadtgebiet. Von der Kirche, dem Pfarrhof, dem Kindergarten, der Krippe und dem Gemeindehaus umgeben, bildet er den „ruhenden Pol“.

Seit der Einweihung im Jahr 1906 wurde der Friedhof zwei Mal nach Süden und Osten erweitert, so dass die jetzige Gesamtfläche rund 2.300 Quadratmeter beträgt. Im Süden, im Westen entlang der Regensburger Straße sowie beim Eingang im Norden ist der Friedhof von einer Mauer umgeben. Zur Wohnbebauung im Norden und Osten bilden Hecken die Grenze.

1904 wurde mit den Planungen für den eigenen Friedhof begonnen und im Frühjahr 1906 die Bauaufträge vergeben. Am 9. September 1906 konnte er schließlich eingeweiht werden.

Fast ein halbes Jahrhundert lang war der Platz vor und neben dem Leichenhaus für die kleine Diasporagemeinde ausreichend. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs jedoch die Kirchengemeinde deutlich an und damit wurde der Friedhof zu klein. Am 1. Advent 1951 konnte der erste Erweiterungsteil im Anschluss an das Leichenhaus eingeweiht werden.

Auf Anregung der Ostdeutschen-Heimat-Gesellschaft wurde 1956 ein Eichenkreuz errichtet zum Andenken an die Toten in der Heimat.

Dem Wandel in der Bestattungskultur wurde bei der jüngsten Erweiterung am 20. Mai 1990 Rechnung getragen. Diese letzte Erweiterungsfläche war früher ein Teil des Pfarrgartens und drei der vorhandenen Obstbäume wurden als Symbol für die Bäume im Paradies erhalten. Neben Einzel- und Doppelgräbern ohne Umrandung wurden hier auch Grabfelder für Urnengräber im Rasenfeld ausgewiesen.

Zum 100jährigen Jubiläum des Friedhofes wurde vor dem Leichenhaus ein großer Granitfindling aufgestellt, auf dessen Rückseite auf Wunsch die Namen der anonym Bestatteten eingraviert werden.

Mit den Gräbern bekannter Persönlichkeiten der Stadt Maxhütte und des Eisenwerks sowie der Erinnerung an die große Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen, die in Maxhütte ein neue Heimat gefunden haben, spiegelt der Friedhof auch ein Stück Stadtgeschichte wieder.

Seit 2014 bemüht sich die Kirchengemeinde, die Durchgrünung und damit auch die Artenvielfalt auf dem Friedhof zu erhöhen. Im Juli 2015 belegte der Friedhof einen zweiten Platz beim Wettbewerb »Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur« des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege.

Grabnutzungsrechte können alle Mitglieder der Kirchengemeinde sowie deren engste Angehörigen erwerben. Die Friedhofsordnung liegt im Pfarrbüro sowie auf dem Schriftentisch in der Kirche aus.

Die Grabarbeiten werden vom Bestattungsinstitut Pietät ausgeführt.